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Stolperstein zum Gedenken an Felix Hausdorff in Bonn-Kessenich

Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Inzwischen liegen STOLPERSTEINE in über 480 Orten Deutschlands, ebenso in Österreich, Ungarn und in den Niederlanden.

Vor dem Wohnhaus in der Hausdorffstraße 61 (siehe rechtes Bild), in dem Felix Hausdorff wohnte, sind im Bürgersteig drei symbolische Pflastersteine aus Messing eingelassen.

Diese hier erinnern an Felix Hausdorff, seine Ehefrau und seine Schwägerin.

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Felix Hausdorff gehört zu den herausragenden Mathematikern der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er ist einer der Begründer der Topologie, einer für die moderne Mathematik grundlegenden Disziplin, und er leistete bedeutende Beiträge zur Mengenlehre, Maßtheorie, Funktionalanalysis, Algebra und angewandten Mathematik.

Als Protagonist der mathematischen Moderne ist er nicht ohne seine philosophischen Arbeiten zu verstehen. Dies und auch seine literarischen Arbeiten machen Hausdorff zu einem exzeptionellen Intellektuellen und produktiven Mathematiker der Zeit von der Jahrhundertwende bis zum Ende der Weimarer Republik. Wegen seiner jüdischen Herkunft wurde er von den Nationalsozialisten verfolgt und schließlich in den Tod getrieben.

Hausdorff hat bis zu seinem Tod wissenschaftlich gearbeitet, konnte aber in Deutschland nicht mehr publizieren. Er hinterließ neben seinem publizierten Werk ein ungewöhnlich umfangreiches Korpus an wissenschaftlichen Manuskripten. Diese spiegeln in ihrer Gesamtheit die Entwicklung wesentlicher Teile der Mathematik in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts wider.

Über die Demütigungen, denen Hausdorff und seine Familie insbesondere nach den Novemberprogromen 1938 ausgesetzt waren, weiß man einiges aus verschiedenen Quellen, z.B. aus den Briefen von Bessel-Hagen.

Vergeblich versuchte Hausdorff 1939 über den Mathematiker Richard Courant ein research fellowship in den USA zu erhalten, um doch noch emigrieren zu können.

Mitte 1941 schließlich wurde damit begonnen, die Bonner Juden in das Kloster „Zur ewigen Anbetung“, in Bonn Endenich, aus dem man die Nonnen vertrieben hatte, zu deportieren. Von dort erfolgten später die Transporte in die Vernichtungslager im Osten. Nachdem Felix Hausdorff, seine Frau und die bei ihnen lebende Schwester seiner Frau, Edith Pappenheim, im Januar 1942 den Befehl erhalten hatten, in das Endenicher Lager überzusiedeln, schieden sie gemeinsam am 26. Januar 1942 durch Einnahme einer Überdosis Veronal aus dem Leben.

Ihre letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Poppelsdorfer Friedhof in Bonn.

http://www.stolpersteine.com/

Fotos: M. Priss Quelle: Wikipedia


Stolpersteine zum Gedenken an Familie Marx in Bonn-Kessenich

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Die Stolpersteine für Elisabeth Marx, Erich Marx und Rosa Marx befinden sich in der Mechenstraße 64, 53129 BonnKessenich_Stolpersteine_HausMarx.jpg

Fotos: M. Priss



Stolpersteine zum Gedenken an Familie Rosenberg

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